Gassi gegangen mit Mops Franck
Gehören auch Sie zu denen, die oft im Facebook sind, interessiert die Meldungen und Kommentare von «Freunden» lesen, spöttisch darüber schmunzeln, was die Leute alles so von sich preisgeben, aber selbst nichts in die eigene Statusmeldung tippen? Ertappt? Oder gehören Sie der Kategorie an, die sowieso und aus Prinzip nicht im Facebook registriert ist? Ich stehe zu meinem Facebook-Gebrauch und gebe zu, dass er mir über die öden TV-Abende hinweghilft. So wie heute Abend. Ein Klick in mein Profil trübt aber meine Stimmung, immer noch nur 124 Freunde. Wie schaffen das bloss die Anderen, so viele Freunde zu haben? Ich frage mich, warum das soziale Statussymbol von 400 Freunden für mich unerreichbar bleibt. Wieso kriege ich kaum mehr Freundschaftsanfragen? Ja, ich bin leicht frustriert.
Da meldet sich mein Mops Franck zum täglichen Gassi gehen. Unüberlegt ersetze ich mein Profilbild mit einem Foto von Franck mit Unschuldslamm-Augen und trage: ...« ... ist Gassi gegangen mit Mops Franck!» in mein Status ein.
Einige Abende später – ich traue meinen Augen nicht – bin ich ... ähm ist Franck stolzer Besitzer von 845 Freunden!
Die Moral dieser Geschichte? Wer etwas Persönliches, wenn auch Unscheinbares, von sich Preis gibt, wird von seiner «Zielgruppe» wahrgenommen. Eigentlich nichts Neues ..., genau wie in der so genannten «real world».
Mary Lee, 25/08/2010
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